AVL Historie1946Herr Prof. Dr. Hans List beginnt mit seiner selbständigen Ingenieurstätigkeit.
1948Unter der Führung von Prof. Dr. Hans List schließen sich mehrere Fachleute für Dieselmotorenbau zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Die IBL (Ingenieurbüro List) ist gegründet.
1949Bereits die ersten Dieselmotoren sind ein durchschlagender Erfolg. Sie werden serienmäßig bei den Jenbacher Werken in Tirol und in der Andritzer Maschinenfabrik in Graz hergestellt.
1951Aus dem IBL wird die AVL, Anstalt für Verbrennungs-kraftmaschinen, Prof. Dr. Hans List
1952Mit Mitteln des Marschallplans entsteht das zentrale Versuchsgelände in der Kleiststraße. Noch heute ist hier der Sitz der Konzernleitung und das Herzstück der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beheimatet.
1958Die ersten direkteinspritzenden Viertakt-Dieselmotoren mit Drallkanälen für LKW-Motoren werden entwickelt. Diese lösen die bis dahin üblichen 2-Takt-Motoren und 4-Takt-Vorkammermotoren ab.
1960Vorerst für den Eigenbedarf entwickelt die AVL Motorenmeßgeräte wie Quarzdruckaufnehmer, Überwachungs- und Steuergeräte, Geräte für die Motorindizierung usw. Das zweite Konzernstandbein - die AVL Meßtechnik - ist geboren.
1963Die intensive Weiterentwicklung der Dieselmotorentechnologie führt zu der Entwicklung des 18-Zylinder 2-Takt Dieselmotors 2250 PS.
1964Der erste Motoren-Geräuschprüfstand wird in der Kleiststraße installiert.
1965Durch den internationalen Erfolg der AVL-Meßgeräte kommt es rasch zu einer Serienproduktion von Quarzdruckaufnehmern, gravimetrischen Kraftstoffverbrauchs-Meßeinrichtungen, Rauchgasmeßgeräten und kompletten Motorindiziersystemen. Die Erfolge und die Erfahrungswerte der Motorenmeßtechnik werden für medizinische Aufgaben genutzt. Das erste Blutanalysegerät wird entwickelt.
1969Bei AVL läuft der erste vollautomatische digitale Prüfstand. Zentrales Element: ein noch durch Lochstreifen gesteuerter "Computer". Eine wahre Pionierleistung. Durch dieses revolutionäre System sind nun auch umfassende Datenerfassungen sowie zusätzlich Meßaufgaben, Überwachungsfunktionen und Auswertungen möglich.
1970Ein weiterer Meilenstein bei AVL ist die Entwicklung der Kapseltechnologie zur Schalldämmung von Motoren. Die ersten vollautomatischen AVL-Prüfstände werden verkauft. Damit schafft AVL den internationalen Durchbruch. Tochtergesellschaften in aller Welt werden gegründet.
1972Die computergesteuerte Indizierung hält am Prüfstand Einzug. Dadurch wird ein Quantensprung in der Auswertungsgenauigkeit und -schnelligkeit erzielt.
19761974 beschließt AVL die Entwicklung von DI-Dieselmotoren für PKW-Anwendungen. Der erste Prototyp eines LD-Leichtdieselmotors wird 1976 vorgestellt. Dieser Direkteinspritzer verfügt über Unit Injektoren, einen Monoblock und eine ölbenetzte, abgekoppelte Unterkapsel.
1978Unter dem Namen PUMA wird die AVL Prüfstandsoftware rasch zum internationalen Markenzeichen für umfassende modulare Prüfstandlösungen.
1979Helmut List übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung für das Gesamtunternehmen. Die M1 Baureihe für PKW DI-Dieselmotoren entsteht. Das Spitzenmodell dieser Monoblockserie ist eine 3,2 l Sechszylinderreihenmotor mit 182 PS (134 kW).
1980Mit der Entwicklung des ultraleichten Klemmgebers, der die Einspritzleitungsdehnung erfaßt, gelingt AVL der entscheidende Durchbruch in der Entwicklung der Diagnosetechnologie für Dieselmotoren.
1981AVL setzt Laser Doppler Anemometrie (LDA) Technologie zur berührungslosen Messung von Strömungsvorgängen im Motor ein.
1982AVL bietet mit der endoskopischen Hochgeschwindigkeits-Photographie (22.000 Bilder pro sec) einen ersten Echtzeiteinblick in die Verbrennungsvorgänge von Dieselmotoren.
1983AVL bringt als erstes Unternehmen eine Produktfamilie von thyristor-gesteuerten Asynchronmaschinen (APA) als Antriebs- und Bremsmaschinen für Prüfstände auf den Markt. Sie ermöglichen höhere Drehzahlbereiche, sind wartungsarm und lösen die bisher verwendeten Gleichstrommaschinen ab.
1985Der erste hochdynamische Prüfstand ermöglicht eine realistische und naturgetreue Abbildung dynamischer Vorgänge eines Fahrzeugs. Der Betrieb des realen Motors im virtuellen Fahrzeug inklusive Fahrersimulation wird Wirklichkeit.
1986Der weltweit erste HSDI-Dieselmotor geht in die Großserie: Als Antriebssystem für ein Leichtnutzfahrzeug.
1987Aufgrund der großen Erfolge in der Dieseleinspritzung beschließt AVL die Entwicklung eines Direkt-Einspritzsystems auch für Otto-Motoren.
Mit dem Softwarepaket FIRE kommt eine von AVL entwickelte 3D CFD Software auf den Markt. Der Grundstein für den Bereich AST (Advanced Simulation Technologies) ist gelegt.
Mittels der Methode der Laser Induzierten Fluoreszenz (LIF) können verdampfte Kraftstoffe in Flächen nachgewiesen und sichtbar gemacht werden.
1990Die tomographische Verbrennungsanalyse TCA revolutioniert die Ottomotorenentwicklung. Erstmals lassen sich Verbrennungsphänomene optisch an einem seriennahen Motor erfassen.
1992Meilenstein Kristallzucht: Nach mehr als 10-jähriger Forschungs- und Entwicklungstätigkeit werden erstmals Druckaufnehmer eingesetzt, die auf einem neuen, von AVL entwickelten synthetischen piezoelektrischen Material, dem GaPO4, aufbauen.
1993AVL bietet als weltweit einziges Unternehmen Belastungsaggregate für die dynamische Prüfung von Rennmotoren (z.B. Formel I, Indy-Serie), die die Simulation aller nur erdenklichen Rennbedingungen erlauben.
1995AVL verwendet als weltweit erstes Unternehmen die automatische Kalibrierung von dynamischen Motorfunktionen am Prüfstand.
1996AVL nimmt den weltgrößten 4-Rad-Akustikrollenprüfstand für Fahrgeschwindigkeiten bis 200 km/h in Betrieb.
1997AVL Advanced Simulation Technologies bringen mit CRUISE ein Software-Produkt auf den Markt, das erstmals Fahrverhalten, Ölverbrauch und Emissionen schon in einem sehr frühen Entwicklungsstadium simulieren kann.
1998Prüfstandtechnik der Zukunft: Die Welten der numerischen Simulation und der Prüfstandstechnik wachsen zusammen. Die AVL Simulation-, Prüf- und Meßwerkzeuge werden ständig auf ihre Interaktion hin optimiert, um die Produktivität im integrierten Entwicklungsprozeß zu maximieren. 1999Markteinführung einer neuen Generation von Emissions Test Systemen: Das CEB II Emission Analyse System und das CEC modulare CVS System.
2000Auslieferung von AVL IndiCom, der neuen, offenen Indiziersoftware zur Verbrennungsanalyse.
2001Markteinführung von AVL PUMA Open, der neuen Generation der Prüfstandsautomatisierungssoftware, die als Integrationsplattform zur Optimierung von Arbeitsabläufen konzipiert ist. Weiters reduziert PUMA Open die Komplexität von Prüfsystemen für den Anwender auf ein Minimum.
AVL Zöllner wird ein 100%ige AVL Tocherunternehmen, um sich auf Anwendungen im Automobilbereich zu konzentrieren und von organisatorischen Synergien zu profitieren.
2002Motorenprüfer MTC AB von AVL akquiriert Die Integration des Prüfunternehmens MTC AB, ansässig bei Stockholm in Schweden, in die AVL-Gruppe soll die Vernetzung zwischen den nordischen Ländern und dem AVL-Hauptsitz in Österreich sowie den Technologiezentren weltweit erleichtern und für mehr Nähe zum Kunden sorgen.
AVL Versuchsstrecke – Eröffnung eines neuen Anwendungszentrums Mit diesem professionellen Zentrum in der Nähe des Grazer Hauptsitzes erfüllt AVL Kundenanforderungen bezüglich Optimierung von Emissionen, Akustik und Fahrverhalten leichter und schwerer Nutzfahrzeuge und komplettiert damit das Serviceangebot des Unternehmens auf dem Gebiet der Anwendungstechnik.
2003Eröffnung der Helmut-List-Halle Die Halle ist das Ergebnis eines Brückenschlages zwischen Wissenschaft und Kunst. Weit über Sponsoring im klassischen Sinne hinausgehend, ermöglicht dieses Projekt eine ständige Auseinandersetzung von Forschern mit Künstlern und Künstlern mit Forschern.
AVL übernimmt deutschen Motorenentwickler Dr. Schrick Mit der Eingliederung der technischen Know-hows der Dr. Schrick GmbH in die weltweite AVL-Gruppe setzt AVL einen weiteren Schritt im Rahmen der Strategie des Unternehmens, durch internationale Expansion eine bessere Kundenorientierung zu gewährleisten.
AVL führt Innovation auf dem Gebiet der Sensorerkennung ein Das weltweit einzige Mess-und Anzeigesystem mit vollständiger Kommunikationsfähigkeit.
2004AVL stellt mit EmIQ™ eine Technologie zur Abgasreduktion bei Dieselmotoren vor. In Verbindung mit einem Diesel Partikelfilter reduziert EmIQ die Umweltbelastung eine Dieselmotors um bis zu 99%. Die Technologie wurde bereits in mehreren Fahrzeugen erfolgreich getestet. Damit kann AVL eine sehr innovative, attraktive und praktische Lösung am Markt anbieten.
In knapp drei Jahren errichtete die AVL im Auftrag der DaimlerChrysler AG das „Motorenhaus III“ (Auftragsvolumen 110 Millionen Euro), ein siebengeschossiges Test- und Prüfstandscenter mit insgesamt 72 Prüfmodulen für das Mercedes-Benz Technology-Center (MTC) am Standort Untertürkheim in Deutschland.
Der Abgasbereich der Pierburg Instruments GmbH in Deutschland – eine Tochtergesellschaft der AVL mit Sitz in Graz, Österreich – fusionierte mit der PEUS-Systems GmbH, in Gaggenau, Eisenberg und Bruchsal (Deutschland) sowie in Ann Arbor (USA/Michigan). it vergrößert sich der Bereich der AVL-Abgasmesstechnik auf ca. 60 Mio Euro Umsatz und 30 Prozent Marktanteil.
2005Abschluß eines 70 Millionen-Investionsplans mit der Eröffnung des neu gestaltaten Hans-List-Platz.
2006AVL entwickelt den YaMZ 536 als Hochleistungs-NFZ-Motor für einen russischen Kunden.
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