Was verhindert, dass beim Verbrennungsvorgang das theoretisch vorhandene Potential komplett ausgeschöpft werden kann:
Zahlreiche Wiederholungen sind bei der Entwicklung von Verbrennungssystemen hauptsächlich deshalb notwendig, weil die letzen paar Ereignisse bei der Gemischbildung, der Strömung im Zylinder und der Verbrennung, die Millisekunden dauern, durch unauffällige Kleinigkeiten bei Innenströmung, Zündbeginn oder Brennraumkühlung nachteilig beeinflusst werden. Es sind insbesondere die entscheidenden Leistungsziele eines Motors, wie zum Beispiel Kraftstoffverbrauch, großes Drehmoment und hohe Leistungsdichte, die am meisten von einem systematischen und umfassenden Entwicklungsprozess profitieren.
Aber wie kann man sicher sein, dass volumetrischer Wirkungsgrad und Verdichtungsverhältnis wirklich für bestes Drehmoment und hohe Leistungsdichte optimiert werden?
AVL VisioKnock liefert die Sensortechnologie für das Dokumentieren von Verbrennungsprozessen. Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf der Schwachstelle eines Verbrennungssystems durch Erkennung von Selbstzündungszentren bei Klopfen. Mit der Analyse jeder einzelnen Variante kann der Entwicklungsingenieur nicht nur die thermodynamischen Grenzen eines Motors bestimmen, sondern er kann auch direkt erkennen, in welchen Bereichen des Brennraums die Grenzen für die Kompressionszündung überschritten werden. Dies ermöglicht die Verbesserung von Komponenten und Prozessen unter direkter und systematischer Überwachung der Ereignisse im Brennraum. Dieses direkte Feedback aus dem Brennraum macht beim Entwicklungsprozess Wiederholungsschleifen überflüssig und sorgt für die notwendige Sicherheit bei der Auswahl der besten Ausführungsvarianten.
Die VisioKnock Sensoranwendung ist ganz einfach: Für die Messung wird die ursprüngliche Zündkerze durch eine VisioKnock Zündkerze ersetzt. Die äußere Form und der Wärmewert der Zündkerze entsprechen denjenigen der ursprünglich verwendeten Zündkerze.