Die Simulation von thermodynamischen Vorgängen definiert ein maßgebendes Ziel für den Verbrennungswirkungsgrad – wieso können wir das nicht einfach ausnutzen?
Jedes virtuelle Optimierungsverfahren definiert die möglichen Leistungen des Verbrennungskonzepts für einen Motor und legt recht oft auch die Einzelheiten der Ausführung fest, die zum Erzielen der gewünschten Eigenschaften erforderlich sind. Aber es ist eine Sache, ein grenzwertiges Verhalten nachzubilden und zu optimieren, und eine andere Sache, alle endgültigen Details abzugleichen, damit nicht durch intrinsische Schwankungen und Unzulänglichkeiten mögliche Ziele aufs Spiel gesetzt werden, und doch ein robustes Verbrennungssystem geschaffen wird. Der Schlüssel zum Erreichen der optimalen thermodynamischen Eigenschaften bei einem Verbrennungsmotor ist das Erzielen einer entsprechenden Flammenausbreitung.
Bei der Planung eines Verbrennungssystems werden klare Ziele für die Flammenausbreitung gesetzt und es wird auch der Einfluss der Systemkomponenten und Aktoren auf das Verbrennungsverhalten bestimmt. Bei der Entwicklung eines Verbrennungssystems bekommt man jetzt – als Erweiterung der Verbrennungsdruckanalyse – einen direkten Einblick in die Auswirkung von Systemvariablen auf die Flammenausbreitung:
Die Flammentomographie liefert einen direkten Einblick in den Brennraum für die Untersuchung von Flammenkernausbreitung, Flammenfrontausbreitung zu den Wänden der Zylinderbuchse und Verbrennen von Endgas in der Nähe der Buchse. Sogar unregelmäßig auftretende Verbrennungsvorgänge, wie zum Beispiel Klopfzentren oder die Bildung einzelner Flammenkerne, werden exakt überwacht.