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Jubiläumskonferenz Motor & Umwelt 2008

„120g CO2/km – Wo bleiben Fahrspaß und Kosten?“

Die 20. AVL-Tagung „Motor & Umwelt“ fiel mit dem 60-jährigen Firmenjubiläum der AVL List GmbH in Graz zusammen. In den vergangenen 60 Jahren ist die AVL zum weltweit größten privaten und unabhängigen Unternehmen für Forschung und Entwicklung von Antriebssystemen sowie für Mess- und Prüftechnik geworden. Diese Tagung hat ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, wie intensiv sich die AVL mit den Fragen auseinander setzt, mit denen die internationale Automobilindustrie heute konfrontiert ist: Der Klimaschutz, die knapper werdenden Ressourcen und die politischen Rahmenbedingungen erfordern heute Fahrzeuge, die den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß minimieren. Der Kunde jedoch erwartet einen mindestens gleich bleibenden Fahrspaß und wird kaum wesentlich höhere Kosten akzeptieren.

Es war von Anfang an eine lebendige Diskussion auf höchstem Niveau, die die 400 Kongressteilnehmer aus mehr als 20 Ländern miteinander führten. Sowohl in den Vorträgen der beiden Konferenztage als auch in der sich daran anschließenden Podiumsdiskussion wurden eine Fülle von Aspekten erörtert, die den Blick öffneten für die Tragweite der Problematik und für die zahlreichen Lösungsmöglichkeiten, die dafür bereit stehen.

Eines wurde sehr deutlich bei dieser Tagung: Es gibt sehr viele gute und intelligente Konzepte, um den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge zu verringern, ohne auf den gewohnten Fahrspaß verzichten zu müssen. Das beginnt bei einer vorausschauenden Betriebsstrategie des Fahrzeugs durch Fahrerassistenzsysteme, geht über die Verbesserung des Rollwiderstands und der Aerodynamik, bis hin zum Downsizing in Kombination mit Turboaufladung, Direkteinspritzung und Abgasrückführung, einer variablen Verdichtung und Downspeeding mit Unterstützung eines automatischen Getriebes.

Dass der Hybrid, besonders der Mildhybrid, in diesen Konzepten eine herausragende Rolle spielen kann, wurde nicht nur in dem Vortrag des Tagungsleiters Dr. Robert Fischer deutlich, sondern auch anhand des in der Helmut-List-Halle ausgestellten AVL Turbohybrid-Fahrzeugs. Die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie, eine Schlüsseltechnologie sowohl für den Hybrid als auch für zukünftige elektrische Fahrzeuge, wurde kritisch hinterfragt. Wird eine zukünftige kostengünstige, sichere und hocheffektive Batterie das Ende des Verbrennungsmotors bedeuten?

Diese und andere Fragen wird intensiv auf der 21. AVL-Tagung „Motor & Umwelt“ am 10. und 11. September 2009 diskutiert werden:

Verbrennungsmotor und elektrischer Antrieb – Starke Partner oder Konkurrenten im Antriebsstrang der Zukunft?


Ulrich Walter
Leiter der Podiumsdiskussion (www.ulrich-walter.de)



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