Pressemeldungen 2018

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The Business Debate Interview

Benzin, Diesel oder alternative Antriebsarten: Was treibt uns in Zukunft an?

Schlau, sparsam und vernetzt - das ist der Verkehr der Zukunft. Ressourcenschonende Technologien schaffen mehr Lebensqualität und senken gleichzeitig den Schadstoffausstoß

Vor etwa zehn Jahren gab die Bundesregierung in punkto Verkehrswende eines ihrer ehrgeizigen Ziele bekannt: Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren, um den Klimaschutz voranzutreiben. Eine Herausforderung, der sich vor allem die Automobilindustrie stellen muss.

 

Elektrofahrzeuge immer häufiger auf deutschen Straßen unterwegs

Die gute Nachricht: E-Autos werden immer beliebter. Zwar bleiben laut Kraftfahrtbundesamt Benziner und Diesel die häufigsten Kraftstoffarten, allerdings hat auch die Anzahl an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.

Wurden 2016 in Deutschland lediglich knapp 60.000 Elektro- und Hybridfahrzeuge (inkl. Plug-in Hybride) neu zugelassen, waren es im Jahr 2017 bereits über 93.000 Neufahrzeuge mit alternativen Antrieben. Auch im ersten Halbjahr 2018 setzte sich dieser Trend fort. Was bedeutet, dass derzeit mehr als 71.000 elektrobetriebene Autos, nahezu 300.000 Hybrid-Pkws und über 61.000 Plug-in-Hybridfahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sind (Stand: 30. Juni 2018).

 

Die Unsicherheiten des Kunden

Und doch scheint es fast unmöglich, in den kommenden zwei Jahren noch rund weitere 570.000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf deutsche Straßen zu bringen. Hinzukommt, dass Automobilkunden derzeit mit verschiedenen Unsicherheiten konfrontiert sind. 

„Die Automobilindustrie befindet sich im Wandel. Es dreht sich vieles um das Thema saubere und CO2-neutrale Mobilität.“, so Kai Voigt, Geschäftsführer Instrumentation, Software and Technology der AVL List GmbH – ein Unternehmen, das Antriebssysteme sowie dazugehörende Simulation und Prüftechnik entwickelt. „Es ist noch offen, welche Technologie – Verbrennungsmotor, Batterieelektrik oder Brennstoffzelle – in Zukunft dominieren wird. Gerade bei Dieselfahrzeugen ist dem Kunden nicht klar, ob Umweltzonen oder gar Stadtverbote die Mobilität einschränken“, erklärt Uwe Dieter Grebe, Geschäftsführer Global Business Development, Sales & International Operations der AVL List GmbH.

 

Die Zukunft ist elektrifiziert

Als Engineering-Partner in der Automobilindustrie erwartet AVL jedoch, dass der Verbrennungsmotor und eine Vielzahl von Elektrifizierungskonzepten in den nächsten Jahrzehnten weiterhin parallel existieren werden.

„Es gibt keinen Königsweg. Für die unterschiedlichen Anforderungen der Mobilität werden sich verschiedene Formen der Elektrifizierung durchsetzen. Hybride und rein elektrische Antriebe koexistieren.“, prognostiziert Uwe Dieter Grebe. 

AVL geht davon aus, dass batterieelektrische Antriebsstrangsysteme in Kraftfahrzeugen infolge sinkender Batteriekosten und steigender Energiedichte schnell Marktanteile gewinnen werden. Das wiederum bedeutet, dass in den kommenden Jahren einige Modelle mit einer Reichweite von über 300 Kilometern auf die Straße kommen werden.

 

Wie kann Effizienz sichergestellt werden?

Um sich dem steigenden Interesse an alternativen Antriebsarten zu stellen, unterstützt AVL seit einigen Jahren ihre Kunden bei der Elektrifizierung des Antriebes mit diversen Dienstleistungen, Instrumentierung, Tests sowie Simulationsplattformen. 

„Wir sind der Ansicht, dass diese umfassende Unterstützung vom Entwurf bis zur Empfehlung für die Produktfreigabe einschließlich maßgeschneiderter Simulations- und Testwerkzeuge innerhalb des Unternehmens ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für die Kunden ist“, so Voigt. Zudem berät der Engineering-Partner seine Kunden mit Studien und Zahlen rund um das Thema CO2. Dabei spielt vor allem der Verbrauch und die Emissionsreduktion eine entscheidende Rolle.

„Verbrauch und Fahrgefühl sind neben Komfort sehr wichtige Attribute für den Endkunden. AVL macht es möglich, subjektive Wahrnehmung objektiv messbar zu machen. Eine Optimierung der Attribute findet bereits in der Simulation statt“, erklärt Uwe Grebe. Der Engineering-Partner entwickelt mit mathematischen Darstellungen spezielle Modelle der zu testenden Komponenten, die er während des gesamten Entwicklungsprozesses nutzt. „Für die Prüfung und Entwicklung verwendet AVL eigens hergestellte Testgeräte, die auch unseren Kunden zur Verfügung gestellt werden, um Versuche durchzuführen“, erklärt Voigt. Damit könne die Integration aller Komponenten effizient getestet werden. 

Quelle: The Business Debate